Lions gewinnen in Schwaz trotz Verletzung von Dre Smith knapp
Schwaz Silverminers - Raiffeisen Dornbirn Lions
92:95 (22:24, 42:49, 70:67)
Smith 32, Künstner 28, Denz 18, Atterbigler und Nussbaumer je 6, Gmeiner und Kern je 2, Bas 1, Fend, Schnedl, Nägele.
Schwazer Bericht
Artikel von tirol4you

musste das Team beweisen, dass es auch ohne ihn gewinnen kann.
Die ersten Minuten waren ausgeglichen, Spielstand in der 2. Minute war 4:4. Bald danach zogen die Lions durch einen 9:0-Run auf 7:13 davon, die Schwazer konterten und glichen wieder aus. Der Rest des Viertels war ein Abtausch von Körben, das Heimteam führte nur einmal mit einem Punkt, wir waren meist zwei bis vier Punkte vorne.
Im zweiten Viertel konnten sich die Lions zunächst auf 22:28 absetzen, die Schwazer konnten aber durch eine "Freiwurforgie" und einen Zweier wieder auf 29:30 herankommen. In der Folge konnten wir unseren Vorsprung bis zum Viertelende nach und nach auf sieben Punkte ausbauen, da Dre Smith von den Schwazern kaum gestoppt werden konnte. Er scorte in diesem Viertel sieben Zweier und traf zusätzlich vier Freiwürfe.
Im dritten Viertel konnten die Schwazer zunächst auf zwei Punkte herankommen, doch die Lions konnten den alten Vorsprung schnell wieder herstellen und bis zur 26. Minute sogar auf zehn Punkte (57:67) ausbauen. Wir hatten einen weiteren Stopp, Dre zog wieder zum Korb, es kam zum Kontakt, er scorte und fiel unglücklich auf die Hand. Es wurde auf Offensivfoul entschieden und der Korb zählte nicht. Dre wurde von der Rettung ins Spital gebracht und unser Team war zunächst komplett verunsichert. Auch einfachste Würfe fanden nicht den Weg in den Korb, so dass Schwaz statt mit zehn Punkten Rückstand mit drei Punkten Vorsprung in die letzte Pause gehen konnte.

Die Miners starteten mit einem Zweier ins letzte Viertel und hatten damit ihre höchste Führung erreicht. Patrick Denz antwortete mit einem Dreier, den ersten Punkten seit dem Ausscheiden von Dre Smith. Dies war offensichtlich der Weckruf, den die Lions gebraucht hatten. In der 33. Minute führten die Hausherren noch mit 76:72, doch dann riss Christian Künstner die Initiative an sich, scorte zehn Punkte in Serie und schuf damit einen Vorsprung, dem die Tiroler bis zum Schluss nachrennen mussten. In der Schlussphase gab es Freiwurforgien auf beiden Seiten und die Nerven lagen blank, bei uns foulten sich nun Gmeiner und Künstner aus, bei den Miners hatten sich schon vorher Spiegl sowie Ferreira nach seinem zweiten Unsportlichen ausgefoult. In der Mitte der 39. Minute waren wir noch vier Punkte vorne, doch bei den nächsten drei Fouls verwandelte Sharpshooter Denz jeweils nur einen Freiwurf, während die Schwazer zwei Dreier und einen Freiwurf verbuchen konnten. Dies bedeutete 15 Sekunden vor Schluss Verlängerung. 1,5 Sekunden vor Schluss passte dann Timur Bas auf den im linken Eck platzierten Alex Atterbigler, der den Dreier geräuschlos einnetzte. Schneiders Notwurf von hinter der Mittellinie verfehlte hingegen sein Ziel ebenfalls geräuschlos.
Der Jubel der mitgereisten Fans, die im letzten Viertel die "Lärmhoheit" in der Halle an sich gerissen hatten, war unbeschreiblich!
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