Final Four Resümée
Das Final Four war eine super Veranstaltung! Ein großes Lob an alle, die mitgeholfen haben.
Nach dem ersten Tag haderten wohl einige Dornbirner mit dem Schicksal und schoben das Ausscheiden im Halbfinale auf die Auslosung. Viele dachten, dass KOS Celovec der einfachere Gegner gewesen wäre. Nach den gestrigen Spielen fühlte man sich bestätigt, denn KOS gewann zwar relativ klar gegen Schwaz, hatte aber über weite Strecken Probleme gegen die Silverminers, die ihrerseits sicher nicht ihren besten Basketball spielten.
Aber der slovenische Verein aus der Landeshauptstadt Kärntens bewies mit dem heutigen Finalsieg gegen das LZ NÖ Süd das Gegenteil. Die Kärntner hatten mit dem LZ noch eine Rechnung offen, denn letztes Jahr verloren sie gegen das LZ Traiskirchen/Mödling das Halbfinalspiel im Final Four. Nach einem desolaten Start - das LZ führte kurz nach Beginn 12:2 - stabilisierten die Kärntner zunächst den Rückstand, denn wenig später stand es 22:12 und kämpften sich dann Punkt um Punkt heran. Im zweiten Viertel erkämpften die durch MVP Davor Sattler angeführten Slovenen erstmals die Führung, ab diesem Zeitpunkt wogte das Spiel ständig hin und her. Die Spieler von KOS hatten aber am Schluss die besseren Nerven. Der 34jährige Ex-Nationalspieler Jürgen Mader brachte KOS kurz vor Schluss wieder zwei Punkte in Front, der nächste Angriff vom LZ wurde gestoppt und mit einem erfolgreichen Fastbreak beantwortet. Auch der nächste Angriff konnte gestoppt werden, der Fastbreak konnte zwar mit einem Foul gestoppt werden, doch wurden die Freiwürfe souverän verwandelt, so dass dem LZ NÖ Süd die Titelverteidigung verwehrt wurde.
Finale:
KOS Posojilnica Bank - LZ NÖ Süd
91:85 (21:25, 43:48, 69:66)
Dornbirn blieb nach einem +21-Sieg gegen Lieblingsgegner Schwaz der dritte Platz. Die Niederösterreicher erwiesen sich am gestrigen Halbfinale als eine Nummer zu groß. Heute fielen dem LZ NÖ Süd die Würfe, die sie gestern gegen uns getroffen hatten, aber nicht mehr hinein. Basketball hängt halt auch sehr stark von der Tagesverfassung ab. Gestern hatte das LZ einen sehr guten Tag, wir einen eher durchschnittlichen, gestern überzeugte KOS nicht, heute war das LZ durchschnittlich, dafür KOS super. So ist Basketball, deshalb werden Titel normalerweise auch in einer Best of three, five or seven-Serie ausgespielt und nicht in einem Final-four. Aber wir sind ja auch Zweite Bundesliga und nicht NBA...
Spiel um Platz 3:
Dornbirn Lions - Schwaz Silverminers
74:53 (13:14, 36:27, 60:37)
Die Schwazer konnten ohne Allinger und Bogeljic nur die ersten 16 Minuten (Spielstand 26:22) offen halten. Dann wurde der Vorsprung der Lions immer größer, so dass bereits sehr früh alle zwölf Spieler eingesetzt werden konnten.
Halbfinalspiele:
KOS Celovec - Schwaz Silverminers
91:79 (26:19, 47:34, 66:57)
KOS hatte einen sehr guten Start und führte gleich einmal 9:2. Schwaz fand dann ins Spiel und konnte auf 9:6 verkürzen. Der Rückstand vergrößerte sich aber gleich einmal auf zehn Punkte und blieb dann eigentlich über das ganze Spiel relativ konstant. KOS kontrollierte das Spiel, die Aufholjagden der Silverminers konnten immer wieder gestoppt werden.
Dornbirn Lions - LZ NÖ Süd
63:87 (20:23, 37:43, 49:63)
Bericht über die Halbfinalniederlage gegen das LZ NÖ Süd auf Vorarlberg Online
Bis zur Halbzeit konnten wir das Spiel offen halten, der Einbruch kam im dritten Viertel. Auffallend war, dass beim LZ in jedem Viertel andere Scorer in die Bresche sprangen, die wir nicht auf der Rechnung hatten. So scorte Krumböck alle seine Punkte im dritten Viertel, während Fenzal erst im Schlussviertel heiß lief. Weiss blieb in der Anfangsphase auf der Bank, doch sobald er eingewechselt wurde, war er von uns nicht mehr unter Kontrolle zu halten und schien nach Belieben zu scoren, da er sehr schnell in der Penetration war, aber auch sicher aus der Distanz traf. Insgesamt warfen uns Weiss (4), Atterbiggler (3) und Fenzal (3) zehn Dreier um die Ohren, wir trafen sieben.
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