Lions wankten, fielen aber nicht!

Eisenstein Baskets Feldkirch - Dornbirn Lions 70:76 (16:19, 31:38, 46:53)
Baskets: Büchele 15, Del Prado 13, Khüny 13, Cavak 9, Rosenberger 8, Geiger 6, Walter 4, Jakupi 2.
Lions: Stith 23, Bautista 21, Denz 12, Fend 5, Rainer 4, Gmeiner 3, Nussbaumer 3, Matha 3, Kern 2.
Statistik
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Das erste Ländle-Derby der neuen Saison in der 2. Basketball Bundesliga bestätigte die Aussage von den scheinbar eigenen Gesetzen aller Derbys und verhalf der abgedroschenen Floskel zu einer unerwarteten Renaissance. Das Spiel begann zunächst einmal mit 45-minütiger Verspätung, was den Spannungsaufbau beider Teams zerstörte. Der 2. Schiedsrichter war nämlich nicht aufgetaucht und es brauchte seine Zeit, bis Ersatz gefunden wurde. Im Spiel selbst ging es dann aber richtig zur Sache. Zwar hämmerte Donnovan Stith (Bild) gleich dreimal per Dunking durch den Feldkircher Korb, aber der Außenseiter aus Feldkirch zeigte sich unbeeindruckt, spielte unbekümmert weiter und hielt das Duell mit dem vermeintlichen Favoriten eigentlich während der gesamten Spielzeit offen. Die Lions, ohne die verletzten Künstner und Mahmoud angetreten, agierten in der Defensive meist sehr stark, waren aber in der Offensive äußerst fehleranfällig und wenig kreativ. Nach ausgeglichenem 1. Viertel hofften wohl alle mitgereisten Löwen-Fans auf eine frühe Entscheidung, aber es kam natürlich ganz anders. Denn als mit Richi Bautista der Denker und Lenker des Teams Mitte des 2. Viertels mit 4 Fouls, davon zwei absolut unnötig, vom Platz musste, begann das große Bangen. Back-up Pointguard Sebastian Gmeiner machte seine Sache zwar sehr gut und führte das Löwenrudel mit viel Kampf durch das 3. Viertel, aber mit 53:46 blieb das Spiel vor dem entscheidenden letzten Abschnitt offen.

 

Das spürten auch die Feldkirch Baskets. Sie hatten längst Blut geleckt und witterten die mögliche Überraschung. Die Lions-Defense schwächelte nun vor allem beim Defensiv-Rebound und auch in der Offensive wurden etliche falsche Entscheidungen getroffen. Mit viel Einsatz schafften es die Lions aber, das Spiel in trockene Tücher zu bringen.

 

Nüchtern analysierte Ass.-Coach Gerald März sein erstes Ländle-Derby: „Wir waren in der Defensive über weite Strecken des Spiels sehr gut. Die Offensive funktionierte zwar noch nicht so, wie wir das wollen, aber es war ja unser erstes Spiel. Was zählt, ist ein Auswärtssieg in einem Derby. Das ist jedenfalls das Wichtigste."



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