Fluch der Karibik

Fluch der Karibik oder warum kan i nix?

 

„Wer die Bretter beherrscht, gewinnt das Spiel", „die bessere Bank hat schlussendlich zu unseren Gunsten entschieden", „Defense wins championships - offense wins hearts", solche oder ähnliche Weisheiten haben sie schon seit Jahrzehnten gehört und versuchen sich auch daran zu halten, unsere Oldstars.

Dass sie die Bretter beherrschen, davon wissen alle andere Landesligateams zu berichten, dass die Bank der Oldstars nicht viel schwächer (auf jedem Fall nicht gewichtmäßig) als die Starting-Five ist, ist nicht schwierig nachzuprüfen und dass sie die Herzen ihrer Ehefrauen nicht mit Offense erobert haben, würde auf eine gute Defense schließen lassen. Aber leider zeigt der Blick auf die Tabelle ein anderes Bild. Die Oldstars sind heuer wieder dort, wo sie zwar nicht hingehören, aber wo sie sich seit einigen Jahren befinden, nämlich nicht auf einem Stockerlplatz. Dies ist zwar nicht einzigartig im Vorarlberger Sportgeschehen (die Bregenzerwälder Eishackler haben schon ein länger dauerndes Abbo auf die rote Laterne), aber trotzdem erwähnenswert.

 

Ist dies der Fluch der Karibik oder können sie einfach nix, die Alten?

Nein nein keinesfalls, die Oldstars können nämlich auch heuer auf ein paar bemerkenswerte Leistungen verweisen:

  • Keine Zone ist so schwer zu durchdringen und rechtfertigt den Begriff der Betonzone mehr.
  • Kein Team kann bei den Starting Five auf 10 m Körperlänge verweisen.
  • Kein Team gewinnt so viele Sprungbälle und geht dann trotzdem nicht in Führung.
  • Kein Team freut sich bei 50 erzielten Punkten mehr, als wenn sie gewinnen würden.
  • Kein Team hat Spielernummern bis weit über 20 hinaus (leider ist die 23 noch frei).
  • Kein Team hat einen Wirtn, der extra für sie aufsperrt.
  • Kein Team hat mehr Selbstdisziplin. Sie beschweren sich nicht einmal, wenn sie ein Spiel verlieren, welches 5 Sekunden zu lange gedauert hat.
  • Beim Mikado Spiel würden sie alles gewinnen, weil dort der verliert, der sich zuerst bewegt.

 

Weitere Highlights der heurigen Saison, die jeden NBA Scout hellhörig macht:

 

Das Anführen der Freiwurfstatistik von gesamt Österreich bei Heimspielen durch Gernot Klocker. Von 14 Versuchen landeten alle zuerst am Brett und 13 anschließend im Körbchen. Leider arbeiten die auswärtigen Bretter nicht in der gleichen Art und Weise.

           

Die Begegnung mit Karlheinz Tumler einen Tag nach dem Kampf gegen die „kleinen Lions aus Feldkirch" mit rotblauem Auge und eine Woche später mit eingedrücktem Adamsapfel.

 

Die 3er Serie ihres Rookies Gerald M., gestoppt nur durch einen anschließenden Spielerwechsel.

 

Der Führungstreffer gegen die jüngeren 2er Löwen mittels eines „jump right over" Shigi W durch Stefan Z. (böse Zungen sprechen von keinem Sprung, sondern einem Schritt über den vermeintlich kleiner Shigi).

 

Die atemlosen Gegenstöße des Steirer Buabn (und das mit knapp über 40).

 

Das Aufwärmen von Professor Walter S. (und das mit knapp über 50).

 

Die vielen Quereinsteiger (zwischen 30 und 55), die hoffen, dass die Saison bald vorbei ist und sie wieder mittrainieren können.

usw., usw.

 

Vielleicht kann ich euch beim nächsten Mal wieder über etwas Erfreuliches berichten. Z.B. wer Opa wird, wer von der Kur zurückkehrt, wessen Frau sich gerade liften lässt, wer die letzte Runde bezahlt hat, wer alkoholisiert mit dem Fahrrad unterwegs war oder ganz einfach, wer nicht gegen die Oldstars gewonnen hat.



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