Aufbruch in's nächste ÖMS-Zeitalter (26.10.09)

Aufbruch bedeutet, was Neues anpacken, was neues Erleben und kann natürlich auch mit einer Bauchlandung enden. Ähnliche Gefühle hatten die beiden U-14 Betreuer zu Beginn der heurigen Saison. Nach dem Sensationsjahr 2008/09 ist beinahe die gesamte Mannschaft älter geworden und hat sich von den Kleinen verabschiedet. Übrig geblieben von diesem Team sind 2 Jungspunde mit Scoring- und Führungsqualitäten, die sie jedoch noch nicht oft in Beweis stellen konnten oder mussten. Der Rest des Teams setzt sich aus „Greenhorns", die im letzten Jahr lediglich die Vorarlberger U-14 Meisterschaft mit eher bescheidenem Erfolg abschließen konnten.

 

Und so ging die Vorrunde nach Salzburg. Mit Salzburg, Deutsch Wagram und LZ Wien hatte man eine vermeintlich schwache Gruppe erhalten. Leider ohne bisherige Spielpraxis, hatten die Coaches das Glück aus 24 motivierten Kindern die 10 Auserwählten zu bestimmen. Voll motiviert bestieg man in Salzburg den falschen Bus und fuhr einmal in die entgegen gesetzte Richtung. Der Richtungsschwenk erfolgte dann noch frühzeitig und als man die Salzburger Fliegerhalle betrat, sah man gerade LZ Wien gegen Salzburg glücklich die Verlängerung gewinnen. In diesem Moment fühlten beide Coaches das Gleiche: Beide Teams waren sehr groß (um einiges größer als wir) und technisch recht geschickt, sodass schon der Plan B (vorzeitiger Ausstieg) befürchtet wurde. Aber alles der Reihe nach.

 

LZ Elektro Graf Vorarlberg - UDW Alligators 66:46 (20:14, 18:8, 17:12, 11:12)

 

Zuerst warteten die Alligatoren aus Deutsch-Wagram auf uns. Der Beginn war holpriger als die Altstadt von Salzburg. Nach kurzem Rückstand bis zur 4. Minute kamen die Löwen langsam in Tritt. Dennis beendete seinen ersten ÖMS Auftritt und auch das erste Viertel  mit 6 Punkten hintereinander zur 20:14 Führung. Von dort weg brannte in der Defensive nichts mehr an. Ab der 5 Minute im dritten Viertel (55:26) war auch das Offensive-Feuerwerk abgebrannt und die Gedanken bei den großen Lions in Schwaz. Nach einer abschließenden reichlichen Banklehre endete das Spiel ungefährdet 66:46.

 

Es warfen und trafen für die Löwen: Kevric Luka 27, Dodig Valentin 19, Cor Dennis 8, Gorbach Timo 8, Bargetz Benjamin 4.

Das Jugendgästehaus in Salzburg wurde gleich gefunden, bei der obligatorischen Pizza  sah man nach einer Stunde einen leeren Teller und auch die Begleiter hatten keinen Durst mehr.  Die Bettruhe wurde sogar von den Ukrainischen Karatekämpfern pünktlichst eingehalten. Nach Umstellung der Zeit begann die Stadtführung durch einen Morgenspaziergang, vorbei am Dom direkt zur Halle. Die Gastgeber warteten auf die Ländle Spieler. Zuerst wurden die Coaches von dem Schiedsrichter mit allen Einzelheiten über die Lions Niederlage in Schwaz vom Vortag versorgt und dann ging das Spiel los.

 

LZ Elektro Graf Vorarlberg - BBV Salzburg 60:47(13:6, 12:3, 16:24, 19:14)

 

Erstmals zeigten die körperlich unterlegenen Lions Zähne und Krallen. Obwohl es Offensiv nicht nach Wunsch lief und viele Chancen vernebelt wurden, war man Defensiv eine Macht. Jeder kämpfte für Jeden. Die Zone war Lions Terratorium. Und so gewann man das Erste Viertel mit 13:6 und das darauf folgende mit 12:3(!). Das hieß, +16 zur Pause und die Hausaufgaben schienen gemacht. Aber sie schienen nur gemacht. Schlendrian und Bruder Leichtsinn spielten plötzlich mit. Ein 0:10 nach 2 Minuten, ließen den Vorsprung verschwinden. Dann begannen auch wir zu scoren und führten wieder mit 10. Kurz danach ging unser Scorer Luka vor dem gegnerischen Spieler weinend in die Knie. 2 Freie Würfe und eine längere Pause waren das Produkt dieses optimalen Salzburger Angriffs. Noch eine Minute verbleibende Spielzeit im dritten Viertel und die Führung war auf  +2 reduziert. Dann kam die erste Duftmarke von Benjamin. 6 Punkte in 2 Minuten von ihm und die Lions führten wieder mit 11. Und dieser Vorsprung wurde im letzten Viertel kontinuierlich ausgebaut, sodass mit 60:47 das Ergebnis schlussendlich ein Klares war.  Das Ziel erreicht. Zwischenrunde war fix. Dafür warfen Punkte ins Rennen:

Kevric 26, Dodig 18, Cör 8, Bargetz 6, Gorbach 2

LZ Elektro Graf Vorarlberg - Union KLZ Wien 55:38 (19:13, 13:4, 23:7, 10:14)

 

Das nächste Spiel ist zwar meistens das Schwerste, diesmal war jedoch nur die Frage nach der besseren Ausgangsposition bei der ÖMS entscheidend. Die Lions wollten jedoch drei rosa Zettel mit nach Hause nehmen. Der erste Angriff bzw. die erste Verteidigung ging in die Hose. Wien führte nach 10 Sekunden mit +2. Das war`s dann auch. Gute Defense und konzentrierte Offensivleistung zeigten sich bei dem 32:17 Pausenergebnis. Im 3. Viertel fing man wieder nach 5 Sekunden den ersten Gegenkorb ein. Dann folgte jedoch ein offensives Feuerwerk (und das ohne Dre Smith). 23:7 endete das 3.  Viertel und mit 45:24 ging man in den letzten Abschnitt, der dann verwaltungsmäßig 1A über die Runden gebracht wurde. 55:38 waren das Endergebnis.

 

Kevric 23, Dodig 20, Cör 6, Kern 2, Peiker 2, Gorbach 2 waren die Vollstrecker.

 

Die Heimfahrt war beginnmäßig kurz unterbrochen von einem Besuch im bahnhöflichen Biergarten in Salzburg und war auch sonst von einer tollen Stimmung geprägt.

 

Insgesamt wurden in allen Spielen sämtliche Spieler eingesetzt. 7 Spieler haben gescort, wobei die verbleibenden drei (Severin Willingsdorfer, Johannes Meusburger  und Julian Stauss) scoringmäßig nicht das Glück hatten, immer am richtigen Platz zu sein In der Verteidigung haben jedoch alle einen sehr, sehr großen Beitrag zu den drei Siegen beigetragen.

 

In der Zwischenrunde am 14./15.11.2009 warten nun mit Timberwolves Wien (Geheimfavorit), LZ Niederösterreich/Traiskirchen und den Oberwart Gunners durchwegs sehr gute und attraktive Gegner auf die Lions aus dem Ländle.

 



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