Jenseits vom Arlberg, erstmals in Gmunden (23. - 24. 1. 2010)

Statt auf dem Hahnenkamm war man in Attnang-(Puchheim) und fror sich am Bahnhof die Ohren ab, bis endlich der Zug nach Gmunden kam. Überraschenderweise wurde die Reise jedoch in Altmünster unterbrochen. Und wie es so schön heißt, hatte der Ort des Ruhens am Samstag Ruhetag. Glücklicherweise öffnete jedoch die 85 jährige Seniorchefin und stellte auch den Spielsalon in Form eines Billardtisches, ein paar Dartspfeile und einer Tischfussballsession zur Verfügung. Und so erfolgte die Vorbereitung auf die Sonntagspiele zweckentfremdet, d.h. ohne Basketball.

 

Allianz Swans Gmunden - LZ Vorarlberg 45:41 (11:13, 10:7, 10:13, 14:8)

 

Der erste Eindruck war überwältigend. Zwar nicht von den Gmunden Spielern, sondern von der Halle. Die Volksbankarena präsentierte sich den Junglöwen beinahe wie eine NBA-Arena. Motiviert von diesem Anblick wurde dem Sprungball entgegengefiebert. Die ersten Angriffe endeten dank Fabios Reboundkünste dort, wo sie hingehören.  Und so schlichen wir uns langsam in Führung. Aber wir trafen heute auf einen Gegner, der nicht losließ und sich ganz massiv gegen uns stemmte. Daher kamen die Löwen nicht in den Schwung, den sie benötigen, einen Gegner zu besiegen. Wir konnten uns zwar Anfang 2. Viertel mit 5 Punkte leicht absetzen, schafften jedoch nicht diesen Vorsprung in die Halbzeit zu transportieren. Nein, es kam sogar noch schlimmer, denn die Gmundener gingen mit einem Wurf in der letzten Sekunde mit  +1 in die längere Pause. Die zweite Halbzeit war dann ein Spiegelbild der ersten. Die Lions führten beinahe die ganze Spielzeit über, konnten sich jedoch nie absetzen. Obwohl das Spiel von den Verteidigungsreihen beider Mannschaften dominiert wurde, hatten beide Mannschaften eine gegenseitige freundschaftliche Ader entdeckt. Warfen die Lions einen Korb, so erfolgte unmittelbar danach auch ein Korb der Swans. Trafen die Lions nicht, so wollten auch die Schwäne nicht. Knapp zwei Minuten vor dem Ende waren wir bei + 4 und Ballbesitz. Der Versuch den Spielsack mit einem erfolgreichen Dreier für uns zu schließen, scheiterte leider. Und dadurch war der Sack wieder ganz offen und das Grausen entwich diesem. Mit einem 0:8 run in den letzten 100 Sekunden bekamen wir seinen Hauch kräftig zu spüren. Bei -2 und 8 Sekunden verbleibender Spielzeit hatten wir noch einmal die vermeintliche Verlängerungschance. Leider war uns die Glücksgöttin weder in Form einer sicheren Wurfhand, noch in der Form einer anderen weltlichen Fügung hold. Und so gab es noch ein Teamfoul mit 2 getroffenen Freiwürfen und einige entäuschte Gesichter.

 

Für Vorarlberg: Kevric 22, Söhnel 8, Gorbach 6, Bargetz 2, Dodig 2, Meusburger 1, Cör, Willingsdorfer, Kern eingesetzt.

 

LZ Vorarlberg - Baden Black Jacks 16:92 (1:29, 4:22, 5:24, 6:17)

 

Gleich darauf gegen den haushohen Favoriten war keine leichte Sache. Aber blöderweise machte man es den schwarzen Buben aus Baden leichter als es notwendig gewesen wäre. Unmittelbar nach Spielbeginn war das Spiel nämlich bereits gelaufen und die Coaches wünschten sich bereits im Heimzug. Nicht dass wir eine Chance gehabt hätten, aber nur das Kaninchen vor der Schlange zu spielen, war auch nicht das gewünschte Ergebnis. In der zweiten Halbzeit, die primär ohne die bisherigen Leistungsträger verbracht wurde, gab es wenigstens ein paar schöne Korbversuche und den schönsten Fehlwurf der heurigen Saison. Severin gelang in der letzten Sekunde des Spiels ein Buzzer mit Spin move von der Mittellinie. Der Ball flog, beinahe das Hallendach treffend, leider auf den vorderen Ringrand und verweigerte das letztmögliche Glücksgefühl der Spieler an diesem Wochenede.

 

Als Belohnung (für beide Niederlagen?) wurden dann die Junglöwen noch durch ein paar freundliche Gmundener Eltern (richtige Gastgeber) zum Bahnhof und sogar per Shuttledienst zum Mc Donald und zurück geführt. Recht herzlichen Dank.


Für Vorarlberg: Kevric 9, Meusburger 2, Cör 2, Bargetz 2, Gorbach 1, Willingsdorfer, Kern, Söhnel, Dodig, Stauss eingesetzt



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