Endrunde WU16 in St. Georgen/Schwarzwald (28.2.09)

Das wohl bis dahin spannendste Wochenende in der Geschichte der WU16 Mädchen die Endrunde Süd Baden Württemberg war das in St. Georgen/Schwarzwald am 28.2.2009
Nachdem wir um 07.00 Uhr bereits abfuhren, hiess das für einige Mädchen bereits um 05.30 Uhr aufstehen und sich in Dornbirn Haselstauden einzufinden. Das sei schon mal mein erstes Dankeschön an euch, dass ihr immer verlässlich seid auch wenn ihr von Rankweil und Götzis anreisen müsst. Wie sich noch herausstellen sollte, hat sich dieser Samstag für die Mädchen allemal rentiert.
ABC DORNBIRN LIONS : TV KONSTANZ 75 : 30 (8:12/20:20/35:30)
Nach der langen Fahrt - immerhin 2 Stunden - kamen wir endlich hin St. Georgen/Schwarzwald an und betraten eine Halle, die den Charackter einer Eishöhle hatte und genauso dunkel war. Das Spiel Konstanz gegen St. Georgen war noch im Gange und wir sahen uns die 2. Halbzeit an. Der "Angstgegner" Konstanz fertigte schon die Heimmannschaft St. Georgen ab. Erinnerungen kamen auf und die Spielerinnen begannen zu flüstern und wurden unruhig. Was machst du da? Die Spielerinnen wurden zusammengerufen, auf sie eingeredet und die Spielzüge "quick" usw...ruhig durchgesprochen und ich hatte das Gefühl sie waren voll bei der Sache. Wir begannen uns warm zu laufen, Beine wurden getapet, Unterschenkel massiert, Nerven gestählert und der Teamgeist beschworen. Wir waren bereit. Ich spürte den Siegeswillen der Mädchen förmlich.
So schickte ich die ersten Fünf in das wohl entscheidenste Spiel ihres bisherigen Basketballlebens. Wir begannen nervös und das erste Viertel wogte hin und her und endete glücklich für die Konstanzerinnen mit 12 : 8. Wir hatten schnell gespielt, Pech beim fangen und verwerten des Balles. Zu diesem Zeitpunkt hätten wir mind. schon mit +10 führen müssen. An der Strategie "quick" wurde festgehalten und das 2. Viertel angepfiffen. Jetzt starteten die Mädels noch schneller und aktiver und mit dem notwendigen Geschick. Wir hielten super dagegen und ich hatte zu diesem Zeitpunkt das Gefühl, das die Mädchen spätestens jetzt wussten, Konstanz ist nicht unbezwingbar. Das 3. Viertel musste die Entscheidung bringen. Konstanz machte zwar die ersten 4 Punkte, danach war es aber ein Vergnügen unseren Mädchen zuzusehen wie das System "quick" teilweise beinahe in Vollendung gespielt wurde. So war das 3. Viertel dann hochverdient mit 15 : 8 an uns gegagen und Konstanz schon zu diesem Zeitpunkt besiegt. Das 4. Viertel war dann nur mehr die Kür. Da die Konstanzerinnen wie schon das letzte mal lediglich mit fünf Spielerinnen angetreten waren, bekamen sie Foulprobleme und so mussten sie das Spiel zu zweit beenden und das letzte Viertel ging mit 40 : 2 an uns.
Hier jemanden besonder herauszuheben wäre nicht richtig, da alle Mädchen gaben was sie können. Die einen können eben mehr und die anderen nicht so viel, aber der Kampfgeist und der Siegeswille des Teams hat hier entschieden. Und hier bin ich bei meinem zweiten Dankeschön für euch den Zusammenhalt und das Wissen wer was kann im richtigen Moment abzuschätzen, das ist es was den Unterschied ausmacht.
Es spielten und scorten: Zanon Anja (22), Domig Lena (17), Biedermann Ramona (12), Schwendinger Jaqueline (8), Kern Samira (6), Gmeiner lisa und Pitiakoudi Maria (je 4) und Gwehenberger Katharina (2).
Nachdem das erste und so wichtige Spiel gewonnen war, sollte das zweite Spiel des Tages ein leichteres werden. Na ja, war dann wohl etwas voreilig. Das Spiel gegen die Heimmannschaft lief dann so gar nicht wie wir uns das gedacht hatten. Die Faktoren die das Spiel unserer Mädchen nie so richtig aufkommen liessen, will ich hier nicht erwähnen.
TV St. GEORGEN/SCHWARZWALD : ABC DORNBIRN LIONS 40 : 51(12:18/19:25/28:35)
Das erste Viertel begann wie wir es uns erwartet hatten, mit schnellen Körben und einem 14 : 8 für uns nach 5 Minuten. Dann riss aber der Faden irgendwie. Nicht wie man meinen sollte bei unseren Mädchen, nein, der Gegner war etwas "unangenehm" die Entscheidungen sehr fragwürdig und nach mehrfachem Nachfragen meinerseits beim "Entscheidungstärger des Spiels" bekam ich nur schnippische Antworten. Nichts desto trotz. Ich dachte mir, mach du nur, die Mädels richten das schon. An dieser Stelle mein drittes Dankeschön an euch. Ihr habt dieses Spiel ganz allein durch eure Besonnenheit gewonnen. Wir Coaches sollten vielleicht auch etwas Ruhiger sein, aber man weiss ja selbst wie das ist, wenn man sieht was da auf dem Spielfeld geschieht und Nichts wird geahndet!!
Das 2. Viertel wurde dann auch immer rauher und das Spiel entglitt immer mehr. 7 : 7 spricht wohl eine eindeutige Sprache. Im 3. Viertel ging es in der gleichen Tonart weiter und es endete mit 9 : 10 für uns. Erst im 4. Viertel beim Stand von 43 : 40 für uns, als die Spielweise des Gegners auch vom Unparteiischen nicht mehr ungeahndet bleiben konnte, und man auch durchaus das eine oder andere unsportliche Faul hätte pfeiffen "können" kamen unsere Mädchen noch einmal richtig in Schwung und gewannen schlussendlich doch klar mit + 11.
Das Bild der Faulbilanz trügt gewaltig. Wir hatten gerade mal 8 Mannschaftsfouls und der Gegner 24. Also müsste man glauben, der Unparteiische hat sehr wohl für uns gepfiffen.Dem ist aber nicht so. Bei uns wurde jede Berührung gepfiffen und beim Gegner nur die "Unsportlichen" Fouls als "Normale" Fouls. Einen Kinnhacken, ein Schnitt am Unterarm und einen kapputten Fuß und wie sich heute erst herausstellt eine Schulterprellung die wahrscheinlich bis zum wochenende noch nicht auskuriert ist. ..aber wie gesagt, die Mädels haben das Spiel souverän heimgespielt.
Danke an Euch Mädchen für das Durchhalten. Danke an Euch für die beiden Siege und danke an euch für den Einsatz.
Es spielten und scorten: Biedermann Ramona (15), Gwehenberger Katharina (12), Zanon Anja (10), Schwenidnger Jaqueline (8), Domig Lena (6), Gmeiner Lisa, Pitiakoudi Maria und Kern Samira.
Euer Karlheinz
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