Mai mei der Mai
Mei mei mei der Mai und das letzte Spiel gegen die Gymi Lions
63:48 (17:5, 20:6, 15:19, 11:18)
Das letzte Spiel war zu einem Zeitpunkt, wo in Amerika bereits um die Basketballvorherrschaft gekämpft wird. Ganz anders im Ländle, wo die Baskets die Landesligakrone bereits vor ein paar Wochen auf deren Haupt legen konnten. Aber die Sieger der Herzen, die ungekrönten Könige mit schütterem Haar, waren weder in Feldkirch noch in der Messeballsporthalle anzutreffen. Nein, man sieht (und riecht) sie jeden Dienstag ab 10 Uhr Nachts neben der Haselstauder Kirche, wenn sie nach getaner Arbeit letztmalig an diesem Tag die Hände zum gemeinsamen „zamm zamm zamm" erheben. Dann blicken sie - leicht melancholisch - zurück auf den abgelaufenen Tag, der viele Ähnlichkeiten mit der abgelaufenen Basketballsaison zeigt.
Am Beginn meist noch müde von der vorigen Nacht bzw. vom langen Aufwärmen, kommen die Recken mit zunehmender Zeitdauer immer mehr - aber immer noch recht langsam - in Fahrt. Wenn auch nicht Kopfschmerzen dafür verantwortlich zeigen, dass die ersten Tagesaktivitäten nicht der geliebten Angetrauten gehören, so ist es kein Wunder, dass am Beginn der Saison, infolge mangelnder Orientierung die Höhepunkte noch ausbleiben. Mit Fortdauer des Tages und der Spiele kommen die Recken jedoch immer mehr in Fahrt und sind dann, je weiter die Saison und der Tag fortfährt, beinahe nicht mehr zu stoppen. Sieg über Sieg wird eingefahren und wenn nicht die Allerliebste am Abend zu früh einschlafen würde, na ja, lassen wir das.
Beim letzten Spiel der Saison zeigten die Oldstars erstmals was in ihnen basketballerisch (alles andere wissen wir schon lange) stecken würde. Sie nahmen die Hürde Gymi Lions schneller als Helmut Höflehner die Mausefalle samt anschließendem Steilhang. Nach 10 Minuten war die Führung mit 17:5 niederschmetternd und zur Pause mit 37:11 nicht mehr zu topen. In dieser Phase ließen die Oldstars keinen in ihr Haus (=Zone) hinein. Und der, der es versuchte, musste diesen meist mit einer kleinen Delle wieder abbrechen. Undurchdringbar war das unförmige Viereck unter dem Korb für die freundlichen Gastgeber. In den letzten Minuten der heurigen Saison war dann Verwaltung angesagt und auch dies gelang vorzüglich, sodass bereits Pläne für das nächste Jahr geschmiedet wurden. Alle wollen besser, größer und älter werden. Und dafür wollen alle das tun, was am meisten Spaß macht, nämlich gar nichts. Außer an jedem Dienstag dem Glockengeläut der Haselstauder Kirche zuzuhören. Und am meisten freut sich dann und danach, die Allerliebste.
Beim letzten Spiel überwarfen sich März 15x, Tumler 11, Jochum 11, Novkovic 8, Egger 8, Zumtobel 6, Brunnhofer 4
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