Oldstars: Auf dem Weg zum Olymp oder warum der Absturz schon vor dem Gipfel erfolgen kann.

In der griechischen Mythologie ist der Olymp der Berg der Götter und wird von Göttern, Halbgöttern, Abkömmlingen der Götter und ihren Dienern bewohnt. Nach anderen Überlieferungen „lebten" die Götter nicht auf dem Berg, sondern hielten sich in einer anderen Form der Existenz auf. Vielmehr galt er als Wohnstätte der Götter, als göttlicher Palast, wo man zu Beratung und Schmaus zusammenzukommen pflegte und in dem es genau zwölf Wohnungen gab.

 

Der Olymp der Dornbirner Basketballer befindet sich unweigerlich in Haselstauden und deren Bewohner sind klarerweise nicht deren jüngste Sportler, sondern eher die Altgedienten. Leider haben die Dornbirner Götter die Anzahl der Wohnungen nicht in deren Überlegungen mit eingeschlossen und deren 14 Stück für die heimische Liga genannt. Zwei Wohnungen müssen daher am Tag des Spiels immer besetzt bleiben. Weiters sind auch die Positionen nicht ganz genau bestimmt. Wer nun Zeus über die 14 Kämpfer oder als Poseidon der Chef beim Duschen ist, bleibt nicht nur für jeden unbedachten Zuschauer ein Rätsel, sondern wissen die Götter selber nicht. Fix ist jedoch, dass der Fürst der Unterwelt meist mit einer  Pfeife im Mund bestückt die vorhandenen Götter nach gutem Wissen und selten schlechtem Gewissen durch die Halle dirigiert. Und Aphrodite, die Göttin der Liebe der Schönheit und der sinnlichen Begierde ward (Gott Sei Dank) auch noch nie in der Halle gesehen. Um jedoch den Olymp des Vorarlberger Basketballsports besteigen zu können benötigt man mehr als nur einen allwöchentlichen Dienstag Abend Durst. Man braucht auch Siege.

 

Und so begann die Irrfahrt, die zum Glück nicht 30 Jahre dauerte. Weder abgelenkt vom Gesang der Sirenen noch von anderen übersinnlichen Gelüsten, eher schon leicht geschwächt vom einsetzenden Durst, begrüßten die zweiten Baskets aus Feldkirch unsere nicht See- sondern Autofahrer. Nach einem gemütlichen Anfangsviertele, welches mit 14:5 bereits den Finger des Sieges auf sie zeigen ließ, zeigten die Oldies im 2. Abschnitt was sie eigentlich wirklich drauf haben. Ein 25:2 war an Dominanz nicht mehr zu überbieten. Und dabei beließen es die bereits müder werden Götter auch.

 

Baskets Feldkirch - Oldstars Dornbirn
35:86 (5:14, 2:25, 10:16, 18:31)
war dann der Endstand und die erfolgreichsten Speerwerfer waren Gross 28, Mayer 22, Hechenberger 9, März 8, Novkovic 6, Egger 4, Tumler 4, Schöpr 3, Zumtobel 2.


Und anschließend bewegten sich die Oldstars, nach deren eindeutigen Sieg gegen die Prospecte und die 2ten Basketaner, zum Meisterfavorit nach Feldkirch. Leider war deren Verständnis für die vermeintlichen Basketballgötter ein anderes. Es wurde nämlich geworfen und von urbi et orbi bzw. von fern und nah getroffen, dass es eine reine Freude war. Leider jedoch nur für die Basketaner. Insgesamt fand das Spielgerät 24mal den Weg über die weiter entfernte Linie zum Bestimmungsort. Und da auch von der Nähe nicht verworfen wurde, waren die Oldstars trotz Drängeln und Raunzen bald besiegt und konnten die höchste Niederlage im heurigen Vorarlberger Basketballgeschehen feiern. Aber weh getan hat sich wenigstens nur
einer.

 

Baskets Feldkirch - Oldstars Dornbirn
139:52 (39:8, 38:13, 26:13)
Zu wenig Treffer erzielten diesmal: Gross 14, Tumler 9, Egger 7, Mayer 7, Novkovic 5, Pfatschbacher 4

Kaum war man von dem Ereignis nüchtern, wartete das nächste Team auf die Lernfähigen. Diesmal fanden die Gymi Lions Feldkirch den Weg in die Halle. Und auch hier war das erste Viertel ein leicht ernüchterndes. Es führten nämlich die Feldkicher, und die hatten wahrlich keinen Anspruch auf den Basketball Olymp. Als dies den Oldies bewusst wurde, schalteten sie einen Gang höher und passten dafür tiefer. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Durch Fastbreaks (Achtung: Die Betonung liegt auf break) und gelungene Würfe wurde bald ein Vorsprung herausgespielt, dessen Verwaltung dann eine einfache Angelegenheit war. Zum Schluss fanden sich dann alle bei Beratung und Schmaus im Vorzimmer des Hades wieder.

 

Oldstars Dornbirn - Gymi Lions Feldkirch
79:57 (13:14, 20:12, 23:11, 23:20)
Diesmal trafen Gross 23, März 17, Brunnhofer 12, Mayer 12, Novkovic 8, Tumler 2, Zumtobel 2, Klocker 2, Seitz 1


Die letzte Runde vor dem Christkind führte das Wikingerteam von Bregenz nach Dornbirn. Die Oldies wussten, dass für den Sieg eine Leistung, deren Erhebung in den Olymp das mindeste gewesen wäre, notwendig ist. Und daher kämpften sie wie noch nie. Allerdings zuerst mit sich selbst, dann mit dem Spielgerät, auf das dann die Sirenen der beiden Unparteiischen, welche nicht immer befolgt wurden, folgte und letztendlich mit dem Bieröffner. Wie bereits erwähnt wer das Beginn nicht leichtfüßig, dafür war der Gegner zu stark und lag das Abendessen auch noch zu schwer im Magen. Leider wurde dieser Gewichtsvorteil nicht gleich in Korberfolge umgewandelt. Aber in der Verteidigung wurde trotzdem Beton angemacht. Bis zur 15 Minute. Als dann beim Stand von 22:22 die Wikinger ihre Sturmsegel setzten und mehrere 3er los ließen waren die Götter kurzfristig geknickt und mit -18 ganz schön im Rückstand. Da ältere Leute recht schnell vergessen, ward auch der Rückstand bald nicht mehr in dieser Form vorhanden. Würfchen für Würfchen kamen die Oldies näher und als die Wikinger nur noch mit 5 führten, war beinahe noch eine Sensation möglich. Leider blies der Wind dann jedoch wieder in die falsche Richtung und mit voll gesetzten Segeln brachten die Bregenzer ihren Erfolg in den sicheren Hafen.

 

Oldstars Dornbirn - Wiking Bregenz
72:82 (10:12, 16:29, 24:25, 21:17).
März 25, Mayer 19, Gross 15, Brunnhofer 4, Zumtobel 4, Tumler 2, Klocker 2, Hechenberger 1 hatten ihre Visiere gut oder weniger gut eingestellt.



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