Oldstars im Feber 2011

Prospects - Oldstars 74:71 (11:6, 20:17, 26:21, 17:26)

 

Einmal waren es die Daredevils (Achtung: dies sind jedoch keine Teufel), dann die U 22, einmal hießen sie LZ und zum Schluss ganz einfach Prospects. Die Namen der Gegner, auch wenn es sich um immer die Gleichen gehandelt hat, haben sich trotz Sieg dauernd geändert. Nur die Oldstars blieben gleich, wenn auch nicht die Gleichen. Und so war die bisherige Saison durch einen Zugang von altehrwürdigen Spielern geprägt. Altersmäßig mindestens den 40er streifend, gewichstmäßig klar darüber, verwechseln sie gerne die Namen der gegnerischen Mannschaft, die Gesichter deren Spieler jedoch nie. Und das nicht weil sie sich vor Ihnen fürchten, nein, weil es vorkommt, dass deren Söhne und deren Freunde sich in dem fremden Dress befinden.

 

So war es auch in der 2. englischen Woche. Beflügelt vom zweiten Sieg und vor laufender Kamera, war man bereit sein Bestes zu geben. Was für einen Spieler jedoch das Beste ist, muss nicht das Gleiche für die Mannschaft bedeuten. Eine Notenkonferenz mit anschließenden 2 Bier`s ist gut für einen Lehrer, aber nicht so gut für die Mitspieler. Ein geschwollener Zeh tut weh und ist gut für das notwendige Mitleid das einem Zuteil kommt, aber nicht optimal für die wartenden Kollegen. Reisen bildet, sogar in China, aber dafür fehlt die Arbeitskraft beim Vortragen des Spielgeräts. Und so gab es eine Entschuldigung nach der anderen oder war es nur die Suche nach der Ausrede für eine eventuell nicht perfekte Leistung. Auf jedem Fall eröffneten die Prospects, die auch nicht in voller Stärke ihre basketballerischen Fähigkeiten präsentierten, den Trefferreigen. Die Zone aus Beton und die Defensefähigkeit der Jungen, oder war es schlichtweg nur Unvermögen der Alten, ließen kein Highscore Game aufkommen. Trotzdem war es nicht nur unter dem Korb eng, sondern auch auf dem Spielbericht. Immer wenn die Prospects einen Fernwurf platzieren konnten, konterte die Auswärtsmannschaft. In dieser Phase gab es etliche Oldstars, die sich ihrer Frisur nicht zu Schade waren und lieber riskierten, dass auf Grund der gelaufenen Geschwindigkeit ihrer letzten Haare im Fahrtwind verloren gingen, als dass sie den Prospects freiwillig den Siegeslorbeerkranz übergaben. Im dritten Viertel erfolgte dann leider der befürchtete Einbruch der Oldstars in Form eines 2:16. Sensationellerweise erholten sie sich wieder davon, doch kaum waren sie auf der Überholspur angekommen, warteten wieder unlösbare Aufgaben auf diese. Als der Sohn dem Vater „in the face" scorte, war die Moral zwar noch nicht gebrochen, aber das Spiel verloren. Der letzte Punkt der Oldstars war dann noch ein Schöner.

Oldstarscorer: März 15, Mayer 19, Vater Tumler 9, Klocker 8, Pfatschbacher 6, Novkovic 4,

Prospectscorer: Oberhauser 31, Sohn Tumler 20, Marte 7, Fritz 6, Sehic 6, Kocena 4,

 

Oldstars - Vikings Bregenz 63:51 (9:11, 13:11, 19:5, 22:14)

 

Eine paar Tage später wartete mit den Vikings aus Bregenz ein vermeintlich kriegerisches Volk auf die Oldies. Aber zur Überraschung aller waren keine nordländischen Kämpfer sondern eher Nachkommen von Tschingis Khan in der Haselstauder Halle vertreten. Diesmal hatten die Oldstars jedoch aus der letzten Niederlage gelernt und ihre Bank gänzlich gefüllt. Da jedoch auch die Bregenzer zu elft angereist waren, war dieser Vorteil lediglich marginal. Dafür versuchte man taktisch neue Wege und beorderte die ältesten und geschicktesten Spieler zur Schadensminimierung auf den bis dato wichtigsten Vikinger. Und alle die, die es nicht geglaubt haben. Alter gepaart mit schütterem Haar führte dazu, dass die wichtigste Angriffswaffe stumpf blieb und lediglich mit 3 Punkte belohnt wurde. Nachdem das erste Viertel wiederum mit 9:11 nicht gerade einem Offensivfeuerwerk glich, waren die beiden Teams bei der Verteilung der Körbe bei dem dann folgenden zwar ein wenig spendabler. Getoppt wurde die Leistung jedoch durch einen gekonnten Schachzug oder einem 4 Punkte Spiel in der letzten Sekunde durch Milan. Das war dann der ominöse Ruck, der durch die Mannen aus Dornbirn ging. Von diesem Zeitpunkt an brannte die Defense der Bregenzer besser als ein Wikingerschiff im Feuersturm. Innerhalb weniger Minuten waren die Oldies darübergefegt und legten bis zu 16 Punkte zwischen die beiden kämpfenden Herden. Die Vikings versuchten dann vieles (ua. ein technisches Foul) und erhöhte das Tempo nicht, was den Oldstars auch nicht missfiel. Und so war der nächste Sieg nur ein Warten bis die beiden Schiedsrichter auch genug hatten und zum gemeinsamen Duschen einluden.

 

Oldstarscorer: Mayer 23, März 13, Novkovic 7, Tumler 4, Pfatschbacher 4, Brunnhofer 4, Egger 3, Klocker 3, Seitz 2



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