ÖMS Story 1 (17.11.08)

Jedes Jahr stellen sich die österreichischen Nachwuchscoaches wiederum die Gralsfrage nach der Qualität ihrer Mannschaft. Nachdem man nach 9 monatigem Training und Spielpraxis endlich zusammengefunden hatte, musste man sich aus altersdemographischen Gründen von vielen Spielern verabschieden. Leider waren dies meist nicht die kleinen und unscheinbaren, sondern eher die Starter und Scorer. Übrig blieben dann diejenigen, mit den zu großen Schuhen und zuweiten Leibchen. Wachstum war dann über die Ferien angesagt und komischerweise beherzten einige Backups diesen frommen Wunsch der Betreuer. Wenn sie auch beim ersten Training noch nicht erschienen, beim zweiten kristallisierte sich bereits ein Team heraus, das sich ohne Training in den Ferien weiterentwickelt hatte. Und so war es auch bei den Lions.
Nach einigen Fehlstarts in der heimischen Nachwuchsliga hatte man den Gegnern zwar nicht das Fürchten gelernt, jedoch der Umgang mit einer Niederlage war einem vertraut. Kurz darauf ging es zur Vorrunde nach Linz, wo bekanntlich alles beginnt. Die gastgebenden Linzer erwiesen sich als das, was ein guter Gastgeber auszeichnet und ließen den kleinen LIONS die Vormacht auf dem Feld. Der 64:16 (14:2, 14:4, 17:2, 19:8) Sieg war ein gutes Startzeichen zur heurigen ÖMS, dem dann ein zwar mühevollerer, allerdings am Ende sehr souveräner Erfolg über die Fürstenfelder Panthers (74:49 (11:17, 18:13, 23:9, 22:10)) folgte.
Damit erreichte man die Zwischenrunde und war vom 1. Saisonziel nur noch einen Schritt entfernt. Und den wollte man am Samstag gegen die durchwegs jüngeren Baden Spielbankbuben erzielen. Leicht mit Junk-food angefüttert, blieb das erste Viertel hart umkämpft. Leider sammelte Simon seine ersten vier Fouls schneller wie Mozartkugeln am Bahnhof verkauft werden. Die Badener Jungs nützten unsere darauf folgende Defensivschwäche beinhart aus und konnten sich Mitte 3. Viertels endgültig absetzen. Die Niederlage war klar 37:57 (9:11, 13:17, 5:17, 10:12), von der Höhe her vielleicht ein wenig zu brutal. Dafür haben wir aber das Foulverhältnis klar gewonnen (29:13). Aber besser aggressiv auf dem Spielfeld und dafür dann ruhig in der Jugendherberge.
Das Sonntagmorgenspiel war nun entscheidend für den Aufstieg in die Hauptrunde. Salzburg war erstmals seit 2 Jahren wiederum mit einem Fuß in der Runde der Besten und wollte den Heimvorteil unbedingt für sich in Anspruch nehmen. Und so wie bei der Spieluhr von Spiel zu Spiel vom versierten Schreibertisch immer mehr Möglichkeiten entdeckt wurden (beim ersten Spiel war es nur eine Uhr; beim nächsten funktionierten die 24 Sekunden, dann die Foulanzeige für die Mannschaft und am Schluss sogar die Fouls bei den einzelnen Spieler; wenn noch mehr Spiele gewesen wären, hätte man vermutlich die richtigen 6 aus 45 erfahren), so verbesserten sich auch die Salzburger Spieler. Die Lions aus dem Ländle mussten ein hohes Tempo gehen und jede Minute darum kämpfen, dass der Sack mit den gefangenen Salzburger Spielern nicht wieder geöffnet wurde. Schlussendlich gewannen wir mit 73:34 (19:8, 19:6, 17:10, 18:10) recht sicher und die ÖMS Hauptrunde konnte uns niemand mehr nehmen. Gestärkt von Schweinebraten mit Kartoffelpüree (außer Ali) wartete mit LZ Süd der Gewinner der Zwischenrunde. Aber zuerst einmal warteten alle, und zwar auf die Schiris, die die beabsichtigte Vorverlegung der Partei durch die normative Kraft des Faktischen nicht aufkommen ließen (auf gut Vorarlbergisch heißt dies: „si sind ofach sau spät zum spil kumma").
Gegen LZ Süd bot man die bisher beste Partie in der ÖMS. Die Defensive war aggressiv, offensiv nahm man gute Würfe, erkannte die Farbe des Balles (d.h. man hatte wenige Turnover`s), sah den freien Mann und Help (in der Defense) war weder ein Hilfeschrei noch ein Lied der Beatles. + 3 nach dem Viertel und + 4 zur Pause waren auch ein dementsprechendes Lebenszeichen. Leider war man zur Pause recht müde und besonders die Leistungsträger fühlten das füllende Mittagsschwein im Magen. Ein wenig bäumte man sich noch auf, vollendete dann die 10er Rotation und kam langsam auf die Straße des 2. Siegers. Man muss jedoch auch anmerken, dass die Niederösterreicher im Defensivbereich den Turbo eingeschaltet haben. Trotzdem machten die mehrfachen back-up`s ihre Sache sehr gut und kamen zu tollen Einzelerfolgen. Endergebnis 46:64 (13:10, 15:14, 10:27, 8:13). Die Heimfahrt im Zug war dann trotz trockener Kehle und obligater Verspätung relativ entspannend. Die Betreuer machten noch einmal eine Gemütsachterbahn durch (falsche Mitteilung über das BL-Spiels) und einer litt zusätzlich unter Nikotinmangel.
Unsere nächsten Termine und Gegner sind:
6./7.12.08 Wörthersee/Gmunden
24./25.1.09 Timberwolves/Wels
14./15.3.09 LZ Süd/Baden
18./19.4.09 Baskets Vienna/Bulls Kapfenberg
Dazwischen gibt es noch den Bundesländercup in St. Pölten (9./10.01.09).
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