Radenthein im Neujahr

Eine starke Delegation (19 Spieler/innen und 4 Begleitpersonen) fanden sich am Heiligen drei Königtag sehr früh beim Dornbirner Bahnhof ein, um sich auf ein gemeinsames Mittagessen in Radenthein mit anschließendem Ballspielen der Kinder zu freuen. Erstmals in Innsbruck wurden die Reisepläne leicht durcheinandergewirbelt, als auf Grund von Schneewirbeln nichts mehr ging. Zuerst saß man im Warmen, dann telefonierte man. Dann stand man im Kalten, dann telefonierte man. Dann saß man im Bus und telefonierte wieder. Ab Wörgl nahm man eine Abkürzung mit dem Personenzug und landete mit 6,5 h Verspätung im schneelosen Radenthein. Und hier trennten sich die Mädchen von den Buben.
Bei den Buben ging es im ersten Spiel gleich gegen die Veranstalter, die sich mit Fortdauer des Spiels als schlechte Gastgeber erwiesen. Nach einer 2:0 Führung ging es sichtbar abwärts und leider wurde anschließend jedes Viertel verloren. Wir konnten körperlich (nicht nur auf Grund der langen Anreise) und auch spielerisch nicht mit den Topplayern aus dem Süden Österreichs mithalten. Und so gingen wir klar in die Knie. Unser nächster Gegner, Gott sei Dank erst am nächsten Morgen, war der spätere Gewinner und kam aus Wien. Keiner der gegnerischen Spieler war klein, dafür war auch keiner langsam. Und so war das SA Morgenspiel gerade richtig um sich aufzuwärmen. Der nächste Gegner sollte nämlich ein bezwingbarer sein. In der Gruppe der Sieglosen (oder auch Westgruppe genannt) trafen wir zuerst auf Salzburg. Am Beginn konnten wir das Spiel lange Zeit offen halten, wobei hier besonders Lukas erstmals seine bis dorthin schlummernden Scorerqualitäten zeigte. Leider verabschiedete sich unser Guard Lorenz bereits im 2. Viertel mit der maximal erzielbaren Foulanzahl vom restlichen Spiel. Trotzdem kippte das Spiel nicht. Stefan vertrat ihn vorzüglich und hielt uns lange im Spiel. Ein paar unnütze Passfehler führten jedoch zu leichten Salzburger Körben, während wir uns mit zunehmender Spieldauer beim Scoren immer schwerer taten. Und so war eigentlich am Beginn des letzten Viertels das Spiel gelaufen, leider nicht zu unseren Gunsten. Im letzten Viertel zeigten dann alle noch einmal welches Potential wir gehabt hätten und es gelang uns den letzten Abschnitt recht offen zu gestalten.
Im abschließenden Spiel gegen Tirol hofften alle auf einen versöhnlichen Ausklang und auf einen Sieg. Leider erwischten wir einen klassischen Fehlstart und lagen zur Pause bereits mit 11 Punkten im Rückstand. Erst ab diesem Zeitpunkt realisierte das Team, dass ohne Einsatz nichts zu holen ist. Denn ab hier stimmte der Einsatz, zu holen war jedoch leider auch nur noch der 9. Platz. Zwar wurde innerhalb recht kurzer Zeit der Rückstand auf ein Minimum reduziert, zu einer Führung reichte es jedoch nicht. Knapp vor Schluss waren wir nach wie vor bei -2 Punkte dran. Aber wenn es einmal nicht richtig rund läuft, dann paaren sich zu klar
vergebenen Chancen auch noch zwei glückliche Körbe des Gegners und schon erhält man wiederum nur die Trostmedaille. Auf der anschließenden Feier auf der Burg mit Ritteressen, merkte man jedoch den Teams nicht an, wer nun eigentlich gewonnen und wer verloren hat.
Rückblickend muss erwähnt werden, dass sich die Mannschaft recht brav geschlagen hat. Die körperlichen Unterschiede (Gewicht, Größe) waren augenscheinlich, tempomäßig sind wir den guten Teams ein wenig hinten nachgelaufen, technisch haben wir gegenüber dem Vorjahr aufgeholt aber leider fehlen uns ein oder zwei „go to guys". Sicherlich wäre gegen Salzburg und vor allem Tirol mehr drinnen gewesen, aber in wichtigen Momenten wollte es „einfach nicht sein". Anderseits ist der Termin (3 Wochen ohne Training) aus unserer Sicht als nicht gerade optimal zu bezeichnen.
Mit dem Verhalten der Kinder und der beinahe 24 h Betreuung durch die Gastgeber waren die Begleiter
auf jedem Fall sehr zufrieden.
Als Spieler und Scorer waren dabei: Assmann ( 23 Punkte), Gerstendörfer (29), Lenz (11), Kern (23, 9 von 13 vom Freiwurf(!)), Zaponig (4), Broger (9), Taferner S. (9), Taferner A (5), Zumtobel (3), Karlinger (6),
Holzer.
Kärnten - Vorarlberg 104:23
Wien - Vorarlberg 97:9
Salzburg - Vorarlberg 60:48
Tirol - Vorarlberg 50:44
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