Tessin 2011, erstmals im Finale

Elf Spieler der Jahrgänge 1989 bis 2000 vertraten erstmals wieder die Vorarlberger Farben im Tessin. In der Kategorie Propaganda (U 13) trafen wir auf bei diesem, 8 Mannschaften umfassenden Turnier, auf die Teams von Lugano, Bergamo und Olympic Fribourg.

 

Nach einer recht kühlen Anreise über den San Bernardino trafen wir zuerst auf den Gegner von DDV Lugano. Die Schweizer sprachen zwar kein Wort Deutsch und waren auch kein wirklicher Prüfstein. Allerdings waren sie mir Fortdauer des Turniers unsere größten Fans. Das Spiel war bereits nach dem ersten Viertel entschieden. Gegen unser Pressing hatten die Luganesi keine Chance.

 

Bei diesem Turnier mussten wir neben dem Schreiber (Stefan) auch einen Schiedsrichter stellen. Und beide haben ihre Aufgabe bis zur Aufopferung perfekt gelöst. Wie gesagt, gegen Lugano gewannen wir mit ca. 60:20 (leider gab es keine Durchschriften der Spielberichte).

 

Es folgte nun ein phantastisches Abendessen mit Nüdele und Salat oder nur Salat oder gar nur Brot? Dann kam der übermächtige Gegner aus Fribourg. Diese spielten eine Klasse härter und waren uns körperlich klar überlegen, sodass bereits nach dem ersten Viertel keine Diskussion über den Sieger aufkam. Das 15:55 spiegelt ungefähr den  körperlichen Unterschied wieder.

 

Das nächste Spiel (Gegner VS Bergamo) war nun entscheidend, ob wir am Sonntag früher nach Hause kommen oder ob wir um die Plätze 1-4 spielen durften. Die Junglöwen erkannten von Beginn weg den Ernst der Lage und führten nach dem ersten Viertel mit +20! Dann hieß es geschickt weiterzuspielen und den Vorsprung klug zu verwalten. Die Verwaltung funktionierte bestens mit 47:26 war um 21 30 Uhr duschen und das erste Getränk für die Betreuer angesagt. 4 mutige Junglöwen wollten vor der heißen Dusche nicht warten und genossen lieber das prickelnde Wasser im Freien. Nach einer langen Nacht und einem tollen Frühstück (elf Spieler  waren dabei beteiligt) war das Halbfinale angesagt.

 

Gegen den Ersten der anderen Gruppe (Virtus Verbania) erwarteten wir einen harten Kampf. Und alle kämpften hart. Die Verteidigung war phasenweise weltmeisterlich. Pressing über das ganze Feld mit anschließender  Sheriffhaltung in der Defense ließen nur ganz wenige leichte Körbe zu. Und wenn kein Steal mit Gegenstoß gelang, dann funktionierten Gott (und auch Karlheinz) sei Dank die in vielen Stunden einstudierten Systeme. Mit 44:22 zogen wir verdient ins Finale ein. Dazwischen hatten wir jedoch noch Badeurlaub am Lago Maggiore. Die Mehrzahl der Kinder verbrachten jammernd ein paar Minuten im nicht gerade warmen Wasser, während sich die Betreuer einen roten Kopf (Sonnbrand, kein Alkohol) holten.

 

Nach einem relativ langen Warten war dann um 16 00 Uhr das Finale angesagt. Dieses fand vor über 100 Zuschauern auf dem Großfeld statt. Die Spieler wurden auf Italienisch einzeln vorgestellt und der Gegner war wieder Olympic Fribourg. Wir hatten zwar großen Respekt vor den größeren Schweizern, jedoch nicht die Hosen voll. Wir  zeigten Ihnen die Löwenzähne ganz gewaltig. Der Schweizer Coach sah sich genötigt nach 4 Minuten seine einzige Auszeit zu verbraten. Der Spielstand war zu diesem Zeitpunkt 4:0 für uns. Knallharte man-defence über das ganze Feld brachte die Schweizer vorübergehend ins Straucheln. Allerdings auch wir mussten diesem Tempo Tribut zollen. Und so waren wir zur Viertelpause mit 6:8 leicht im Rückstand. Die nächsten 5 Spieler (in den ersten beiden Vierteln mussten alle Spieler eingesetzt werden und es war keine Spielertausch möglich) schlugen sich auch sehr tapfer und mussten erst in der letzten Minute ein unglückliches 0:6 kassieren, sodass es zur Pause mit -12 noch nicht alles verloren war. Allerdings dann kam der Einbruch. Die Nacht der langen Messer und die ausgewogenen Ernährung trugen ihr weitere dazu bei, dass wir schlussendlich wieder mit ca. 30 Punkten Differenz die Segel strecken mussten. Aber die Freude über den zweiten Platz überwog bei allen. Die Feststellung der Scorer ist auf Grund der fehlenden Spielberichte nicht so einfach und bezieht sich auf Schätzungen. Folgendes Spieler waren dabei:

 

Lorenz Gerstendörfer: ca. 50 Punkte. Spielführer, Beim Dribbeln nicht zu stoppen, schulmäßiger Freiwerfer; Highscorer und Kaltduscher.

 

Alexander Taferner: Flexibel bei Erfüllung aller Aufgaben, kein Wurfglück, trotzdem erzielte er wichtige Punkte; immer mit dabei.

 

Stefan Taferner: Guard der Zukunft, Benjamin des Teams, Nudelverächter der in jedem Spiel (positiv) auffällt.

 

Alge Dominik: Speedy, manchmal zu schnell mit und ohne Ball; er isst, was auf den Tisch kommt (leider kommt nicht viel Unterschiedliches drauf); kein Freund von älteren Schiedsrichterladys; scort in jedem Spiel.

 

Vinzenz Zaponig: Freund von Kopfbedeckungen; Hundebiss-handicapped; Mister Block, erfüllte seine Aufgaben mit größten Eifer.

 

Maurizio Holzer: Nicht-alles-Esser, aber doch mehr wie die anderen; geringe Turn-over-Quote; fürchtet sich nicht vor großen Verteidigern.

 

Thomas Assmann: Verlässlicher Scorer und Libero. Kennt die Flugbahn des Balles bevor er wegfliegt. Kein Kaltbader.

 

Samuel Zumtobel: Alterbedingt auch ein Nudelverächter; Kaltwasserbader mit Drang zum Korb; jüngster Teil der Starting 5. Scorte in jedem Spiel.

 

Fabio Broger: Kecksverteiler ohne Auswirkungen auf den Magen; Scoringmaschine die Nachts wenig Schlaf braucht, dafür unterm Spiel diesen ab und zu nachholt. Gewaltige Steigerung in der Defense.

 

Leon Stauss: Perfekter Einsatz, Gute Pässe und Unterhalter in der stockdunklen Nacht.  Baut auch noch gerne Sandburgen.

 

Lukas Kern: Go to guy mit hohen Scorerqualitäten. Fürchtet weder Tod noch Teufel, allerdings Thunfisch auf Nudeln. Weiß, dass Bierflaschen zerbrechlich sind.



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