Chancenlos gegen den UBC

TOP-AKTUELL


Raiffeisen Dornbirn Lions – UBC St. Pölten 77:94 (14:20, 39:53, 66:71)
Lions: Medori 21 (11 Rb), Walker 8, Bas 22 (10 Rb), I. Dodig 2, Gmeiner 11, Pecek 4, Brajkovic 1, Kevric 8, V. Dodig, Jussel, Buljubasic.
St. Pölten: Speiser 27, Pöcksteiner 21, L. Böck 12.


 
Die Hiobsbotschaft für die Raiffeisen Dornbirn Lions kam schon am Freitag, denn Pointguard Ander Arruti muss operiert werden und kann in dieser Saison nicht mehr eingesetzt werden. Im ersten Viertelfinale gegen den UBC St. Pölten wurden dann die Löwen ob der aggressiven und intensiven Spielweise der Gäste vor große Probleme gestellt. Während die Gastgeber gleich zu Beginn einige leichte Punkte unter den Körben liegen ließen, attackierten die Niederösterreicher in Höchsttempo die Verteidigung der Löwen, die schnell mit 6:13 zurücklagen. Zwar brachte ein 5:0-Lauf etwas Entspannung und drei Minuten vor dem Viertelende waren die Gastgeber wieder auf 13:15 herangekommen. Die Gäste zeigten sich aber unbeeindruckt und gehen mit einem 14:20 in das 2. Viertel.

Dort bauen die Gäste den Vorsprung kontinuierlich aus. Sie treffen von der Dreipunktlinie hochprozentig und bleiben in der Verteidigung gallig, was den Löwen überhaupt nicht schmeckt. Deren Offensive läuft zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht. Die Wurfquoten sind sowohl vom Zwei-  als auch vom Dreipunkter im Keller. Dazu kommen viele unkonzentriertheiten im Abschluss und in der Ballkontrolle. Die Gäste führen inzwischen zweistellig.

Nach der Pause starten die Löwen mit einem 5:0-Run und machen den Rückstand einstellig. In der Verteidigung wird nun entschlossener gearbeitet und jetzt sinkt auch die Wurfquote der Niederösterreicher. In der 25. Minute sind die Löwen sogar auf 54:55 dran und als zwei Minuten später Timur Bas mit einem Dreipunkter zum 62:61 sein Team in Führung bringt, kocht die Halle. Lautstark werden die Gastgeber nach vorne getrieben, aber anstatt nun konzentriert weiterzuspielen, produzieren die Löwen vier Ballverluste in Serie, vergeben einfache Gegenangriffe und liegen schnell wieder mit 62:68 zurück. Mit 66:71 geht es ins letzte Viertel und alle hoffen noch auf die Wende. Aber die Gäste lassen sich jetzt nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Sie treiben die Heimischen zu weiteren 12 Ballverlusten und siegen letztendlich klar und verdient.

Meinungen:
Borja San Miguel, Headcoach Lions: „Das Spiel ist zwei Viertel an uns vorbeigelaufen. Wir waren mental nicht bereit und haben nicht als Team gespielt. Wir waren offensiv und defensiv nicht gut genug. Jetzt bereiten wir uns auf das 2. Viertelfinalspiel vor.“ 
Markus Mittelberger, Sportdirektor Lions: „Die Mannschaft hat nach zwei sehr schwachen Vierteln den Weg zurück ins Spiel gefunden und die Fans hinter sich gehabt. Aber unmittelbar nach unserer Führung haben wir aufgehört zu arbeiten. Wir haben heute ganze 7 Minuten guten Basketball gespielt, das ist viel zu wenig. Wir waren offenbar mental nicht auf diese intensive Spielweise vorbereitet, anders kann ich mir die Leichtfertigkeit, mit der wir die Bälle verschenkt haben, nicht erklären. Jetzt steht es in der Serie 0:1 und wir brauchen die richtige Reaktion, nämlich einen Sieg in St. Pölten!“
Andreas Worenz, Headcoach St. Pölten: „Wir wussten, dass wir über die Verteidigung  das Spiel gewinnen können. Dass wir dann auch noch 94 Punkte gemacht haben, war sehr stark.“

Daten und Fakten: 
Javier Medori und Timur Bas lieferten zwar wieder ein Double-Double, aber entscheidend waren die Turnover. Insgesamt produzierten die Löwen 23 (!) Ballverluste, davon allein 11 im entscheidenden letzten Viertel. Die Gäste gingen mit dem Spielgerät viel sorgsamer um und verloren es nur 8 Mal.

Bemerkenswertes:
Trotz der großartigen Unterstützung der Fans schafften es die Löwen nicht, den Schalter umzulegen und sich auf die Spielweise des Gegners einzustellen. Die durchwegs körperlich kleineren Gäste beindruckten durch eine selbstbewusste Körpersprache und bemerkenswertem Siegeswillen. 

Wie geht es weiter: 
Am 29.3.2019 müssen die Löwen in St. Pölten gewinnen, damit es am 31.3. zu einem 3. Spiel kommt!



#WIRSINDDORNBIRN

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