Arruti führt Löwen zum Sieg

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Raiffeisen Dornbirn Lions – Basket Flames Vienna 85:75 (22:27, 40:41, 57:57)
Lions: Arruti 31 (8 Reb., 5 Ass.), Medori 26 (5 Reb.), S. Gmeiner 11 (6 Reb.), Kevric 8, I. Dodig 3, Bas 2, Tobar 2, Sanchez 2 (7 Reb.) V. Dodig, Buljubasic.
Flames: Vay 30, Altruban 20, Baumgartner 13.


Schön langsam bekommen die Basket Flames ein Arruti-Trauma. War der Pointguard vor zwei Wochen bereits hauptverantwortlich für den Sieg seiner Löwen im Grunddurchgang, legte der Spanier beim gestrigen 85:75-Heimsieg noch einmal eine Schippe drauf und zerlegte die Wiener im letzten Drittel fast im Alleingang. Die erste Play-Off-Partie begann für die Gastgeber verheißungsvoll. Nach sehr konzentriertem Beginn lagen sie mit 6:2 in Front, aber die Freude dauerte nicht lange und wurde von einem 0:11-Lauf der Gäste auf 6:13 jäh beendet.

Zwischenzeitlich betrug der Vorsprung der Flames bis zu 11 Punkte und nur zwei Dreier von Sebi Gmeiner und Ander Arruti zum Viertelende machten das Ergebnis einigermaßen erträglich. Mit 22:27 ging es in die erste Pause. Im 2. Viertel kamen die Löwen besser ins Spiel, hielten die Partie immer knapp. In der 18. Minute war es schließlich soweit. Ivica Dodig brachte mit einem Dreipunkter zum 37:36 seinem Team die Führung zurück. Die Gäste nahmen aber einen hauchdünnen 40:41-Vorsprung in die Pause. Nach dem Wechsel sorgte ein Dreier von Javier Medori und ein Zweier von Ander Arruti für eine 47:43-Führung, aber die Löwen konnten sich nicht absetzen. Die Führung wechselte ständig und mit einem 57:57 ging es ins letzte Viertel.

Dort legen die Gäste zunächst einen 0:5-Lauf aufs heimische Parkett und führen mit 57:62, dann übernimmt aber Ander Arruti die Kontrolle. Er erzielt zunächst einen Zweipunkter und lässt dann zwei Dreier folgen. Anschließend kann Javier Medori zweimal punkten und die Löwen liegen plötzlich mit 69:62 voran. Zwei Dreipunkter der Gäste machen das Spiel wieder eng und es bleibt bis zum 74:72 vier Minuten vor dem Ende knapp. Aber Ander Arruti ist an diesem Abend entfesselt. Er legt nochmals fünf Punkte drauf und bringt seine Löwen auf 79:73 weg. Jetzt ist der Widerstand der ersatzgeschwächten Gäste endgültig gebrochen und die Löwen feiern ihren ersten Play-Off-Sieg.

Meinungen:
Borja San Miguel, Head Coach Dornbirn: „Wir sind froh über den Sieg, es ist immer wichtig in einer 'best-of-three'-Serie das erste Spiel zu gewinnen. Aber heute haben wir wegen Kleinigkeiten gewonnen. Es war sehr schwer ein Konzept zu finden und als Team Lösungen zu finden. Aber wir haben gewonnen. Jetzt müssen wir weiterarbeiten bis zum nächsten Spiel.”
Javier Medori, Spieler Dornbirn: „Für uns war das ein wirklich wichtiges Spiel. Wir sind sehr erleichtert, dass wir gewonnen haben, auch wenn es vielleicht nicht das Spiel war, das wir erwartet haben. Es war ein wirkliches hartes Spiel für uns, aber das wussten wir von Anfang an. Sie hatten nicht alle ihre Spieler, aber sie kamen trotzdem, um zu gewinnen. Aber am Ende haben wir gekämpft, obwohl wir im letzten Viertel um fünf hinten waren und wir haben es geschafft. Wir mussten sie stoppen, aber sie haben wirklich gut getroffen, deshalb sind wir sehr froh, dass wir 1:0 in Führung gehen konnten.“

Daten und Fakten:
Wie ausgeglichen das Spiel war, zeigt auch die Statistik. 13 (!) Mal wechselte die Führung, 5 Mal stand es Unentschieden. Letztendlich war es wohl die Dreierquote (Lions 38,7%, Flames 23,5%), die den Ausschlag gab. Zudem waren die Löwen mit 100 Effizienzpunkten gegenüber 87 der Flames auch hier entscheidend vorne.

Spieler des Abends:
Er ist zur richtigen Zeit in Hochform: Ander Arruti war auch gestern wieder „outstanding“. Mit 31 Punkten bester Werfer beider Teams, dazu 8 Rebounds, 5 Assist, 35 Effizienzpunkte und keinen Ballverlust. Das war schlichtweg herausragend, vor allem weil der Oberlöwe immer dann da war, wenn es ihn gebraucht hat. Nebenbei bemerk sei, dass Ander Arruti in den letzten sieben Spielen keinen Freiwurf verworfen hat und alle seine 33 Versuche (!) erfolgreich eingenetzt hat.


#WEAREDORNBIRN

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